Wohn-Pflege-Gemeinschaften in Trägerverantwortung

Anders als in selbstverantworteten Wohn-Pflege-Gemeinschaften sind solche in Trägerverantwortung dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung Wohnen, Betreuung und Pflege als gekoppelte Leistungen anbietet. Wer dort einzieht, begibt sich in die Verantwortung eines Trägers.

In Verantwortung einer Einrichtung

Wohn-Pflege-Gemeinschaften in Trägerverantwortung, in denen bis zu zwölf Menschen leben, unterscheiden sich in der Wohnqualität und im Betreuungskonzept nicht von selbstverantworteten Wohn-Pflege-Gemeinschaften. 
Sie sind häufig Bestandteil von Wohneinrichtungen. Der Unterschied zu den selbstverantworteten Wohn-Pflege-Gemeinschaft liegt im Grad der Selbstbestimmung der dort lebenden Menschen: zentraler Akteur dort ist der Träger. Er bietet i.d.R. die wichtigen Leistungen der Vermietung, Betreuung, der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Pflege „aus einer Hand“ an.
Wohn-Pflege-Angebote in Trägeverantwortung unterliegen dauerhaft der Aufsicht der zuständigen Behörden.

Indirekte Mitbestimmung

In Wohn-Pflege-Gemeinschaften in Trägeverantwortung ist es eine wichtige Aufgabe des Trägers, die Mitwirkung der dort lebenden Bewohner an ihrem Alltag zu befördern. Diese ist gesetzlich geregelt: Neben einem individuellen Mitspracherecht wird die kollektive Mitwirkung in Form eines Wohnbeirates sichergestellt. Angehörigenbeiräte oder von der Behörde bestimmte Ombudspersonen können den Wohnbeirat unterstützen.
Qualitätsanforderungen an WGs in Trägerverantwortung finden Sie unter dem Button Rubrik Service. Dort können Sie auch die gesetzlichen Regelungen des Hamburger Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes einsehen, wobei wir Ihnen insbesondere empfehlen, sich die §§ 2, 5 und 11 ff und die Erläuterungen dazu anzusehen.

Hamburger Wohngemeinschaften in Trägerverantwortung

Hier können Sie sich über das Angebot an WGs in Trägerverantwortung in Hamburg informieren. Zur Zeit gibt es solche in den Bezirken Altona, Bergedorf, Eimsbüttel und Wandsbek.