SV - Wohngemeinschaft in der Hospitalstraße (Altona)

08.05.2019

WG für zehn Menschen mit Demenz und kognitiven Einschränkungen mit und ohne Behinderung

 

Kurzporträt

Wenn das Gedächtnis mehr und mehr nachlässt, wird das Wohnen allein, zu zweit oder in der Familie schwierig und kann sehr belastend werden. Menschen mit Demenz brauchen zunehmende Begleitung bis hin zur Rundum-Betreuung. Gut, wenn dann zugewandte und professionelle Unterstützung geboten wird, die für die Angehörigen Entlastung bringt.

Als Angehörige von Demenzkranken haben wir uns entschieden, gemeinsam mit kompetenten Partnern neue Wege zu gehen – mit einer ambulant betreuten Wohn-Pflege-Gemeinschaft für zehn Menschen mit dementieller Erkrankung mit und ohne Behinderung in der Hospitalstraße in Hamburg-Altona.

Die Wohngemeinschaft bietet Geborgenheit und Sicherheit unter Wahrung größtmöglicher Selbständigkeit. Förderung, persönliche Zuwendung und bedarfsgerechte Pflege durch ein festes Pflegeteam (24 Stunden am Tag) sind selbstverständlich – das entlastet uns Angehörige erheblich.

Dennoch spielen wir eine wichtige Rolle im Alltag der WG, denn die WG-Mitglieder und die Angehörigen bestimmen und gestalten mit – durch gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Essen, Spielen, Klönen oder einfach zusammen auf der Terrasse sitzen und entspannen.

Unsere Demenz-WG bietet Platz für zehn Bewohner und befindet sich  barrierefrei  im Erdgeschoss. Die Zimmer sind ca. 17 bis 20 Quadratmeter groß, haben teilweise eine Terrasse und sind mit einem eigenen Bad mit Dusche und Toilette ausgestattet. Die Zimmer können nach dem eigenen Geschmack eingerichtet, gestrichen und dekoriert werden. Zu der fast 400 Quadratmeter umfassenden Wohngemeinschaft gehören u. a. eine offene Wohnküchezwei großzügige Wohnzimmer, ein Innenhof mit großer Terrasse und naturnahem Hofgarten sowie ein Hauswirtschaftsraum und ein separates Gästezimmer mit Bad.
 
Damit unsere WG funktioniert, müssen die Angehörigen sich tatkräftig einbringen. Und das geht weit über Besuche hinaus. Manchmal ist nicht viel zu tun, aber es kann auch vorkommen, dass man in einer Woche 4-5 Stunden für Tätigkeiten eingespannt wird: Es muss etwas repariert werden, wer kümmert sich? Wer macht die Kasse/Bank? Wer redet mit dem Vermieter, dem Hausverwalter, der Pflegedienstleitung? Wer beantwortet Anfragen? … etc. Zudem treffen wir Angehörigen uns einmal im Monat abends, um alle Themen zu besprechen. Und auch sonst kommunizieren wir auf kurzem Wege und nahezu täglich über Mail, Telefon oder unsere WhatsApp-Gruppe.
 
Das WG-Dasein bedeutet, dass man sich um alle, die dort wohnen, mit kümmert – wie in einer großen Familie sowie um das „große Ganze“. Damit kann schnell ein beachtlicher Teil des eigenen Alltags belegt werden. Wenn Sie sich bei uns bewerben, dann denken Sie kurz darüber nach, ob Sie sich vorstellen können, dass auch Sie Teil dieser Gemeinschaft werden möchten – mit allen Konsequenzen und bis ans Lebensende Ihres Erkrankten.

Ende 2012 formulierte die Hamburger Gesundheitshilfe das Konzept der WG Hospitalstrasse. Es gilt im Wesentlichen auch heute noch.

Hospitalstraße, 22767 Hamburg       
Erstbezug 09/2012


Kontakt:
Vermieter:
Alsterdorf assistenz west, Frau Laukötter, Telefon: 040/ 357 481 38,
E-Mail: b.laukoetter@alsterdorf-assistenz-west.de

WG Hospitalstraße (GBR)
:
Sprecher: Sorin Jurma und Silke Friedrichs
E-Mail: mail@wg-hospitalstraße.de, Website: www.wg-hospitalstrasse.de


 

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